Mit meinem Mischlingsrüden gemütlich im Café sitzen oder an der Rheinpromenade entlang spazieren: Lange Zeit sah es so aus, als ob dies ein Wunschtraum bleiben müsste. Denn Joshi war ein Angsthund. Fremde Menschen, andere Hunde oder laute Geräusche bedeuteten Panik pur und mündeten in unbändigem Bellen und Knurren oder wildem Zerren an der Leine: schlechte Voraussetzungen für ein Hundeleben in der Stadt. Nachdem mehrere „Profi“-Trainer meinen Hund als nicht erziehbar einstuften, blieben uns nur kurze Gassigänge in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden mit der vagen Hoffnung, möglichst wenigen Reizfaktoren zu begegnen. Dann verbrachte ich meine Semesterferien in Bayern und wurde auf die Hundeschule Satke aufmerksam. Schon in der Beratungsstunde lernte ich meinen Hund von einer mir bislang unbekannten Seite kennen: ängstlich – aber ruhiger und Vertrauen fassend. Bereits nach einer Woche Intensivtraining – einem konsequenten und respektvollen „learing by doing“ – gewannen Joshi und auch ich zunehmend an Sicherheit. Er lief bei Fuß, ließ sich von Fremden streicheln und entdeckte, dass andere Hunde ihm nicht unbedingt ans Fell wollten. Endlich erhielt ich kompetente Antworten auf meine drängenden Fragen, und wenn ich es selbst noch nicht schaffte, ein neues Verhalten einzuüben, übernahmen dies zunächst die beiden Trainer Markus und Tobi Satke. Das Gefühl, nach mehr als einem Monat Re-Sozialisierungstraining zum allerersten Mal ohne Angststress nachmittags durch die Schildergasse zu gehen, war unbeschreiblich. Das Fundament gegen die Angst ist gelegt. Natürlich liegt noch ein trainingsreicher Weg vor uns, bis Joshi unbeschwert und selbstbewusst durchs Leben laufen kann. Aber es wird gelingen. Und ich weiß, wenn es zwischendurch irgendwo hakt, kann ich mich jederzeit auf die fachliche Unterstützung von Markus und Tobi Satke verlassen! Julia mit Joshi